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2. SCHWEIZER DIGITALTAG
25. OKTOBER 2018

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DAS MAGAZIN ZUM 2. SCHWEIZER DIGITALTAG 25. OKTOBER 2018

Digitalisierung macht die Schweiz wieder zum Industriestandort
In Kooperation mit ABB

Jedes Kind kennt «Ovi». Die Firma Wander, die die Kultmarke Ovomaltine herstellt, hat die Produktion eines ihrer wichtigsten Produkte ins Bernbiet verlagert. Seit Ende 2016 wird der Brotaufstrich Ovomaltine Crunchy Cream in Neuenegg produziert. Das vor rund zehn Jahren lancierte Produkt war zuvor in Belgien hergestellt worden. Doch das Ovomaltine-Pulver musste extra von der Schweiz nach Belgien geliefert werden. Das kostete Zeit und war zudem teuer. 

Ein vollautomatisches Prozessleitsystem und ein Roboter von ABB machten es möglich, das Produkt in die Schweiz zurückzuholen. Auch das Herzstück der Anlage, die hochmoderne Kugelmühle, wird mit einem 100-Kilowatt-Elektromotor von ABB angetrieben. Wander investierte über 10 Millionen Franken in die neue Anlage. Diese stellt jeden Tag 50 000 Gläser her. Für die Bedienung reichen drei Personen pro Schicht. Alles bei Wander ausgebildete, langjährige Top-Fachkräfte.

Das Beispiel zeigt: Dank der Automatisierung können Firmen in der Schweiz wieder günstiger produzieren. Zwar brauchen sie weniger Angestellte, doch die Unternehmen kaufen ihre Infrastruktur und Betriebsmittel hier ein. Und sie beziehen ihre Vorleistungen und Dienstleistungen in der Schweiz. Das schafft Jobs und sorgt für Mehrwert bei Dritten. «Mit den Automatisierungslösungen von ABB haben wir schon in den übrigen Produktionsanlagen in Neuenegg gute Erfahrungen gesammelt», sagt Xavier Ducousso, Produktionsleiter bei Wander.

Der Clou: Mit den Daten aus dem System können die Verantwortlichen jederzeit sämtliche Materialflüsse detailliert nachverfolgen und anpassen. Zum Beispiel das Tempo des Rührers im Mixer. Die Genauigkeit der Prozessabläufe in allen Details ist entscheidend, damit Ovomaltine Crunchy Cream in Qualität, Konsistenz und Geschmack immer gleich daherkommt. Ein wichtiger Aspekt für das Unternehmen.

Stefan Pfister, Chef der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG, geht davon aus, dass künftig «digitale» Arbeit noch ein Drittel dessen beträgt, was heute die Arbeit in Niedriglohnländern kostet. In der jüngsten weltweiten CEO-Befragung von KPMG gehen 62 Prozent der Manager sogar davon aus, dass die fortschreitende Integration künstlicher Intelligenz entgegen der weitläufigen Meinung mehr neue Jobs schaffen als traditionelle Tätigkeiten verdrängen wird.