DAS MAGAZIN ZUM
3. SCHWEIZER DIGITALTAG
3. SEPTEMBER 2019

Politik

digitalswitzerland

Gesellschaft

International

Wirtschaft

Bildung & Beruf

Digitaltag Schweiz 2019

Vom Knecht zum Kollegen

Roboter werden intelligenter, beweglicher, kooperativer, vernetzter – und dringen in immer mehr Lebensbereiche vor.

Shutterstock

Der Ursprung des Worts Roboter liegt im tschechischen «robota»: Es bedeutet Zwangsarbeit. Längst sind Roboter in unserem Alltag integriert – und nehmen uns Arbeiten und Last ab. Roboter werden derzeit nicht menschlicher, es gibt aber immer mehr von ihnen. Sie arbeiten in der Landwirtschaft und im Büro, pflegen Alte, ersetzen Liebespartner, räumen nuklearverseuchte Zonen rund um das Kernkraftwerk in Fukushima. Industrieroboter bauen Autos zusammen, mobile Roboter entschärfen Bomben oder erkunden fremde Planeten, Roboter mähen ­Rasen, saugen die Wohnung oder ­helfen bei Operationen.

Bereits unterstützen weltweit etwa 8,5 Millionen Roboter Menschen im Haushalt. Und in der Industrie werden bis 2020 weltweit 3,05 Millionen Roboter im Einsatz sein, schätzt der internationale Verband der Robotik-Industrie IFR in seinem Welt-Roboter-Report 2018. Die höchste Roboterdichte hat demnach Südkorea mit 710 Robotern auf 10 000 Beschäftigte, vor Singapur (658) und Deutschland (322).Weltweit führend in der Entwicklung robotischer Systeme ist Mitsubishi Electric aus Japan, gefolgt von der Schweizer ABB sowie Kawasaki Heavy Industries (Japan).

Vor allem dank künstlicher Intelligenz dürften Roboter bald in noch weitere Lebensbereiche vordringen: Sie werden intelligenter, beweglicher, kooperativer, leichter programmier- und bedienbar – und billiger. Der Roboter wird dadurch vom Knecht zum Kollegen. Kontrovers diskutiert wird derzeit vor allem der Einsatz autonomer Waffensysteme, die selbständig entscheiden, wann und auf was sie schiessen. Für ein Verbot dieser «Killer-Roboter» haben sich bei den Vereinten Nationen bereits 26 Staaten ausgesprochen.